Katholischer Pflegeverband

Spiritualität

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Menschsein, scheint mir, ist häufig eines Attributs bedürftig.

Der „Homo erectus“ geht aufrecht, der „Homo habilis“ ist geschickt, der „Homo sapiens“ denkt, der „Homo faber“ arbeitet und der „Homo ludens“ spielt.

Und der Mensch, der aufgrund der Schwere seiner Erkrankung nicht mehr aufrecht geht? Das Kind, das äußerlich wahrnehmbar nicht spielen kann? Der komatöse Mensch, dessen Reaktionen wir kaum wahrnehmen? Und der tote Mensch?

von Marcus Seitel

Kennen Sie das? Sie kommen auf der Frühtour in die Wohnung eines Patienten/Klienten. Noch etwas verschlafen fällt Ihnen die geöffnete Medikamentenbox samt Inhalt auf den Boden, was Ihnen strafende Blicke oder gar eine Schimpftirade des Patienten einhandelt. – Der Tag ist gelaufen.

Von Dr. Christoph Seidl

Mit den Worten „Das lerne ich nie!“ bin ich als Grundschüler oft nach Hause gekommen. Ich war schnell enttäuscht, wenn etwas Neues nicht sofort und auf der Stelle funktioniert hat. Meine Mutter hatte wohl nicht selten ihre liebe Not mit mir, wenn Sie mit gutem Zureden versuchte, mich vom Gegenteil meiner Verzagtheit zu überzeugen. Wenn ich ganz ehrlich bin, dann entdecke ich diese Ungeduld auch heute noch manchmal an mir.

von Marcus Seitel

In einer Arbeitsgruppe unseres Pflegeverbands arbeiten wir gerade am Thema „Pflege­verständnis“. Was meinen wir eigentlich damit, wenn von Pflege die Rede ist? Es wird schon schwierig, wenn man fragt, wo gepflegt wird: in Altenheimen, Krankenhäusern, Behinderten­einrichtungen, zu Hause, auf der Straße und an vielen anderen Orten.

von Tobias Wiegelmann

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Holzschnitt zum Gleichnis (um 1712)

Über Talente und wie man damit umgeht

Als ich gefragt wurde, ob ich nicht den „Impuls“ zu der Ihnen vorliegenden Ausgabe der PflegeLeben (Anm. d. Red.: Dieser Beitrag wurde als Spiritueller Impuls für die Ausgabe 02/2013 unseres Mitgliedermagazins "PflegeLeben" verfasst) schreiben wolle, fiel mir spontan das Gleichnis vom anvertrauten Geld ein, das wir unter Lukas 12, 19-27 finden. Hier heißt es:

von Klaus Stock (Pfr. i.R.)

Über geschenkte, erworbene und eingeschränkte Freiheit

Kerstin hat ihre Freunde über Facebook eingeladen. Ihren 18. Geburtstag will sie ausgiebig feiern. Schließlich markiert dieser Tag wieder einen weiteren Schritt zu mehr Autonomie und Freiheit. Den Eltern hat sie deshalb auch vorgeschlagen, sich doch mal einen schönen Kurzurlaub zu gönnen, damit sie mit ihren Freunden allein in der Wohnung feiern könnte. Sie haben es sich nicht leicht gemacht, sind besorgt weggefahren. Hoffentlich gibt es nachher keine Beschwerden der Nachbarn: es sei zu laut gewesen, die jungen Leute hätten sich unmöglich benommen. Aufatmen - es ist alles gut gegangen. Kerstin hat ihre Eltern nicht enttäuscht.

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