Katholischer Pflegeverband

Pressemitteilung Katholischer Pflegeverband e.V. Ministerwechsel im Bundesgesundheitsministerium: Professionelle Pflege muss Gesundheitspolitik mitgestalten

Regensburg, 27. Juli 2026

Der Katholische Pflegeverband e. V. (KPV) gratuliert Carsten Linnemann zu seiner Ernennung zum Bundesminister für Gesundheit und wünscht ihm für die verantwortungsvolle Aufgabe Kraft, Weitsicht und eine glückliche Hand. Zugleich dankt der Verband der bisherigen Bundesgesundheitsministerin Nina Warken für ihren Einsatz in einer Zeit tiefgreifender Herausforderungen für das deutsche Gesundheitswesen.

Der KPV verbindet mit dem Wechsel an der Spitze des Bundesgesundheitsministeriums die Erwartung, dass die begonnenen Reformen konsequent weiterentwickelt und die Weichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung gestellt werden. Gesundheitspolitik braucht Kontinuität, Verlässlichkeit und Entscheidungen, die sich am Wohl der Menschen orientieren.

„Die Herausforderungen im Gesundheitswesen lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Dabei muss der Mensch mit seiner unveräußerlichen Würde im Mittelpunkt allen politischen Handelns stehen. Als Katholischer Pflegeverband stehen wir für eine Gesundheitsversorgung, die fachliche Qualität, Menschlichkeit und Solidarität miteinander verbindet“, erklärt Hans-Josef Börsch (Vorsitzender des Katholischen Pflegeverbandes).

Mit mehr als 1,8 Millionen beruflich Pflegenden ist die professionelle Pflege die größte Berufsgruppe im deutschen Gesundheitswesen. Sie übernimmt täglich Verantwortung für die Versorgung von Menschen in allen Lebensphasen und verfügt über eine eigenständige pflegewissenschaftliche und berufspraktische Expertise. Dennoch wird diese Kompetenz in gesundheitspolitischen Entscheidungsprozessen bislang nicht ausreichend genutzt.

„Eine moderne Gesundheitspolitik kann nur erfolgreich sein, wenn die professionelle Pflege als eigenständige Profession gleichberechtigt an allen gesundheitspolitischen Entscheidungen beteiligt wird, die die Versorgung der Bevölkerung und die Ausübung des Pflegeberufs betreffen. Wer die Zukunft des Gesundheitswesens gestalten will, darf nicht über die Pflege entscheiden, sondern muss mit der Pflege entscheiden“, betont Börsch.

Mit Sorge sieht der KPV die Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes. Die notwendige Konsolidierung der gesetzlichen Krankenversicherung darf nicht zulasten der Versorgungsqualität, der Beschäftigten oder der Zukunftsfähigkeit von Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gehen.Eine nachhaltige Finanzierung muss gute Pflege, Patientensicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen gleichermaßen gewährleisten.

Über den Katholischen Pflegeverband e. V.

Der Katholische Pflegeverband e. V. ist ein bundesweit tätiger Berufsverband für Pflegefachpersonen. Er vertritt die fachlichen, berufspolitischen und ethischen Interessen der professionellen Pflege und setzt sich auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes für eine qualitativ hochwertige, menschenwürdige und solidarische Gesundheitsversorgung ein.

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