
Regensburg, 29. Juni 2026
Katholischer Pflegeverband fordert: Gesundheitsreformen nur gemeinsam mit den Pflegefachpersonen gestalten
Hans-Josef Börsch: „Die Zukunft der Gesundheitsversorgung darf nicht ohne die Pflegefachpersonen entschieden werden.“
Der Katholische Pflegeverband e. V. erkennt die erheblichen finanziellen Herausforderungen, vor denen das deutsche Gesundheits- und Pflegesystem steht. Eine alternde Gesellschaft, steigende Kosten und begrenzte finanzielle Ressourcen machen Reformen erforderlich. Aus Sicht des Verbandes darf die Antwort auf diese Herausforderungen jedoch nicht darin bestehen, ausgerechnet bei der pflegerischen Versorgung gravierende Einsparungen vorzunehmen.
„Wir wissen, dass unser Gesundheitswesen wirtschaftlich unter Druck steht. Die entscheidende Frage ist jedoch: Warum wird immer wieder dort gespart, wo Menschen rund um die Uhr versorgt werden? Wer bei der Pflege spart, spart nicht an Strukturen, sondern an der Versorgung von Menschen“, erklärt Hans-Josef Börsch, Bundesvorsitzender des Katholischen Pflegeverbandes.
Pflegefachpersonen tragen die Verantwortung für die professionelle pflegerische Versorgung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, ambulanten Diensten, Hospizen sowie in der häuslichen Versorgung. Dennoch werden sie bei grundlegenden gesundheitspolitischen Entscheidungen häufig nicht gleichberechtigt beteiligt.
Der Katholische Pflegeverband fordert deshalb einen grundlegenden Perspektivwechsel.Pflegefachpersonen müssen als gleichberechtigte Partner aller Heilberufe anerkannt werden. Die Zukunft der Gesundheitsversorgung kann nur gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten sowie allen weiteren Gesundheitsberufen gestaltet werden. Gegeneinander ausgespielte Berufsgruppen lösen keine Probleme sie gefährden die Versorgung der Bevölkerung.
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